Im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2026 startet am 13. April 2026 die Kampagne #DeineStimmeFürKultur. Mit dieser Initiative wollen wir Kultur im Wahljahr sichtbar machen und deutlich zeigen: #BerlinIstKultur. Kultur prägt diese Stadt, schafft Räume für Austausch und Debatte, stärkt demokratische Werte und macht Berlin zu einem international einzigartigen Ort.

In unserer Kampagne rufen wir die Berliner Kulturlandschaft dazu auf, sich in zwei Aktionswochen und mit einem gemeinsamen Statement in den Wahlkampf für Kultur mit einzubringen. Wir sammeln Statements der Berliner Kandidierenden für das Abgeordnetenhaus und machen die vielfältigen Wahlprüfsteine, Positionen und Kulturpolitischen Veranstaltungen der Kultur sichtbar.

Damit Kultur im Wahlkampf gehört wird, brauchen wir eine starke und gemeinsame Stimme der Kulturszene. Deshalb rufen wir Euch auf, Euch an der Kampagne zu beteiligen! Je mehr Stimmen sich beteiligen, desto stärker wird unsere gemeinsame Stimme.

#BerlinIstKultur – zeigen wir es gemeinsam.

Wahlprüfsteine und Stellungnahmen der Kulturverbände

Wir sammeln hier die Wahlprüfsteine und Stellungnahmen der Kulturverbände und Institutionen sowie die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine. Die Kandidierenden  für das Berliner Abgeordnetenhaus haben hier die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Fragen und Positionen aus der Kultur zu verschaffen. Wähler*innen können die Antworten und Stellungnahmen der Parteien abgleichen. Sendet Eure Papiere bitte ab sofort per E-Mail an info@berlinistkultur.de.

2026 wählt Berlin neue Vertreter:innen für das Abgeordnetenhaus. Der Landesmusikrat Berlin hat den Parteien Punkte vorgelegt, die für die nächste Legislatur unerlässlich sind. Diese  „Wahlprüfsteine“ für die kommende Legislatur sind: 

Mehr Musik in der Schule!

Der Landesmusikrat Berlin fordert:

  • Stärkung der Musikalischen Bildung durch erhöhten Mitteleinsatz, Erhöhung des Stellenwertes des Faches Musik.
  •        Durchgängig 2 Wochenstunden Musikunterrichtdurch Fachlehrkräfte (Kl. 1-10)
  • Stärkung musikalischer Zusatzangebote (Wahlpflichtkurse, AGs und Ensembles)
  • Signifikante Steigerungen der Studienanfänger insbesondere im Grundschullehramt und deutliche Steigerungen der Absolventenzahlen in allen Musik-Lehrämtern
  • Attraktivitätssteigerung des Studienganges durch Anpassung der Zugangsmöglichkeiten (Informationsfluss, Zusammenarbeit mit den Studienvorbereitenden Abteilungen der Musikschulen,   Eignungsprüfung), Verbesserung der Studierbarkeit, Erhöhung der Durchlässigkeit für andere künstlerische Professionen, Verstärkung der anwendungsorientierten Musiktheorievermittlung sowie   Verstärkung der Gruppenleitungskompetenzen.
  • Erhalt und Weiterentwicklung von fachlichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Wiederaufnahme der Weiterbildungsmaßnahmen für Neigungslehrkräfte in der Grundschule.
  • Unterstützung der Netzwerkbildung von Fortbildungsanbietern (z.B. Landesmusikakademie, Musikverbände).
  • Schaffung von Angeboten für die Nutzung und unterrichtliche Anwendung digitaler Lehr- und Lernmittel.

Förderung der instrumentalen Amateurmusik ausbauen

Der Landesmusikrat Berlin fordert für die instrumentale Amateurmusik:

  • Ausbau der strukturellen Förderung freier Instrumentalensembles der Amateurszene
  • Stärkung des Bereichs Instrumentale Amateurmusik beim Landesmusikrat Berlin (Entwicklung von Konzepten, Verwaltung von Fördermitteln, sowie die Vernetzungs- und Fortbildungsarbeit der     instrumentalen Amateurensembles)
  • Kostenfreier Zugang zu öffentlichen Räumen für Amateurmusikensembles vergleichbar dem Sport (vgl. Sportfördergesetz)
  • Gremienbeteiligung vergleichbar dem Sport bei Stadtentwicklungsplanung sowie Schulneubau (vgl. Sportfördergesetz)

Öffentliche Musikschulen zukunftsfähig machen!
Der Landesmusikrat Berlin fordert für die öffentlichen Musikschulen:

  • Mindestens 9 volle Stellen pro Musikschule für musikpädagogisches Management
  • Festanstellungen für Musikschullehrkräfte
  • Bessere soziale Absicherung für die freien Honorarkräfte an den Musikschulen
  • Mehr Räume für Musikunterricht und Musikschulen 

Kultur.Fördern.Gesetz

Ohne Kultur keine Gesellschaft. Wir brauchen ein Kulturfördergesetz für Berlin!

Abgeleitet aus Art. 20. Absatz 2 der Landesverfassung soll der gesellschaftliche Stellenwert von Kunst und Kultur in einem Gesetz ausgestaltet werden. Verbunden ist damit das Ziel der Herstellung stärkerer Transparenz, Verlässlichkeit und Beteiligung durch einen regelmäßigen und verbindlichen öffentlichen und parlamentarischen Diskurs über Kunst und Kultur.

Ein Klares Bekenntnis zur Kultur in den kommenden Haushalten

Die Finanzplanungen für den Doppelhaushalt 2026/27 müssen im Kulturbereich, dem Bereich der Kulturellen Bildung sowie im Bereich der Lehrkräftebildung den gestiegenen Kosten angepasst werden.

Bildungsauftrag und Qualität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk stärken

  • Auftrag zur Vermittlung von und Teilhabe an Kultur vollumfänglich wahrnehmen
  • Bildung und Kultur als eigentlichen Programmauftrag in den Mittelpunkt stellen
  • Amateurmusik und musikalische Bildung als selbstverständliche Bestandteile des Programms stärken

Digitalisierung im Kulturbereich fördern und gestalten

  • Schaffung von Förderprogrammen für die digitale Transformation des Kulturbereiches
  • Einbindung der Akteurinnen und Akteure in die Gestaltung der Transformation, damit diese fairer, transparenter und diverser wird

Förderung für den Landesmusikrat Berlin und seine Projekte

  • Sichere und nachhaltige Finanzierung des Landesmusikrats Berlin e.V.
  • Eigene, auskömmlich finanzierte Haushaltstitel für Projekte wie Jugend musiziert Berlin und die Landesjugendensembles.

Wahlprüfsteine

Fassung vom 19. März 2026
Redaktionelle Änderungen vorbehalten

  1. Clubs stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck zum Beispiel durch gestiegene Grundsteuern. Welche konkreten Maßnahmen plant Ihre Partei zur finanziellen Entlastung von Clubbetrieben?

  2. Bei städtebaulichen Großprojekten – wie am RAW-Gelände oder beim Hotelbau neben dem about blank – geraten die Interessen von Clubs und Kulturorten häufig in Konflikten zwischen Bezirk, Land und privaten Entwickler*innen unter die Räder. Wie wird Ihre Partei sicherstellen, dass Clubkultur bei solchen Entwicklungen frühzeitig einbezogen wird und ihre Interessen gewahrt bleiben?

  3. Clubs gelten bundesrechtlich weiterhin als Vergnügungsstätten, nicht als Kulturstätten mit weitreichenden Folgen für Baurecht, Lärmschutz und Förderung. Welche Schritte plant Ihre Partei auf Landes- und Bundesebene, um die Anerkennung von Clubs als Kulturorte voranzutreiben?

  4. Wie wird Ihre Partei eine verlässliche und langfristige Förderstruktur für Clubs und Musikspielstätten etablieren, die über projektbezogene Einzelmaßnahmen hinausgeht und Planungssicherheit schafft?

  5. Wie will Ihre Partei kurzfristig bedrohte Clubs und Kulturorte unterstützen, wenn sie durch plötzliche Kostensteigerungen, baurechtliche Konflikte oder Verdrängung existenziell gefährdet sind?

  6. Wie wird Ihre Partei sicherstellen, dass landeseigene Immobilien und Flächen auch in Zusammenarbeit mit privaten Eigentümer*innen systematisch für Clubkultur aktiviert werden?

  7. Barrierefreiheit betrifft einen großen Teil der Bevölkerung wie Menschen mit Behinderung und chronischen Erkrankungen. Clubs sind oft in Altbauten oder Industriegebäuden untergebracht, wo bauliche Veränderungen teuer und komplex sind. Welche Maßnahmen plant Ihre Partei, um den Abbau von Barrieren in der Clubkultur finanziell zu fördern?

  8. Clubbetreiber*innen berichten von langen Bearbeitungszeiten, wechselnden Zuständigkeiten und fehlender Planungssicherheit bei Behördenprozessen. Wie wird Ihre Partei Verwaltungsprozesse für die Clubkultur beschleunigen, vereinheitlichen und verlässlicher gestalten?

  9. Welche konkreten Maßnahmen plant Ihre Partei, um Genehmigungsverfahren für nicht-kommerzielle Free Open Airs rechtssicher, transparent und berlinweit einheitlich zu gestalten – und den öffentlichen Raum für kulturelle Nutzung zu öffnen?

  10. Professionelle Clubkultur erfordert kontinuierliche Qualifizierung von Nachwuchs- und Künstler*innenförderung über Antidiskriminierung bis zur Awareness-Arbeit. Wie wird Ihre Partei die Zugänglichkeit und Finanzierung von Weiterbildungsangeboten für die Clubkultur langfristig sichern?

Wahlprüfsteine für die Berliner Literatur zur Abgeordnetenhauswahl 2026

  1. 3% für Kultur

Eine Mehrheit der Berliner Bevölkerung unterstützt die öffentliche Förderung von Kultur.* Dennoch wurde genau diese Förderung im Berliner Haushalt auf unter 2 % des Gesamtbudgets gekürzt. Die Wichtigkeit der Kultur für Bildung, Wohlbefinden, Gesundheit und Tourismus muss durch einen Anstieg des Prozentsatzes im Gesamthaushalt für den Bereich auf mindestens 3 % untermauert werden.

Stimmen Sie dieser Forderung zu?

Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was ist Ihre Position zur Wichtigkeit der Kultur und deren Anteil am Gesamthaushalt?

  1. Arbeitsstipendien für Literatur

In Berlin leben geschätzte 10.000 Autor*innen und Übersetzer*innen, die in einer großen Bandbreite von Sprachen arbeiten. Eine wichtige Stütze ihrer Arbeit in Zeiten schwindender Verlagsvorschüsse sind Arbeitsstipendien**. Allerdings wurde die Höhe der von Berlin vergebenen Schreibstipendien seit mindestens zehn Jahren nicht an die Inflation angepasst. Die monatliche Rate muss von € 2.000 auf € 2.500 erhöht werden. Außerdem bedarf es eine Aufstockung der Gesamtzahl der Stipendien für Autor*innen und Übersetzer*innen, sodass eine Förderquote von mindestens 10 % erreicht wird. 

Stimmen Sie diesen Forderungen zu?

Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was wollen Sie stattdessen tun, um die Lage der Berliner Schreibenden und Übersetzenden zu verbessern?

  1. Ausweitung der Stipendien

Der Poetry Slam im deutschsprachigen Raum wurde 2016 als immaterielles Erbe der UNESCO

anerkannt – das ist einmalig weltweit. Gebärdensprachpoesie erlebt einen Boom, wird aber bis dato weder gewürdigt noch gefördert. Performativ arbeitende Literaturmenschen sollen auf sie zugeschnittene Arbeitsstipendien erhalten. Auch Newcomer*innen in der Literatur sollen eine Chance auf Förderungen bekommen, und zwar durch Stipendien, die extra für sie ausgeschrieben werden.

Stimmen Sie diesen Forderungen zu?

Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was wollen Sie stattdessen tun, um die Vielfalt der Berliner Literaturszene zu unterstützen?

  1. Basisförderung für literarische Präsentationsorte

Literaturveranstalter*innen mit fester Vereinsstruktur, die seit Jahren kontinuierliches Programm

anbieten und/oder der freien Literaturszene eine räumliche bzw. organisatorische Infrastruktur zur Verfügung stellen, benötigen bedarfsgerechte Förderungen, die angesichts horrender

Preissteigerungen zur Sicherung etablierter Literaturprogramme, Vereine und Initiativen beitragen. So können sie – analog zum Bereich Darstellende Künste/Tanz – ihre wichtige Arbeit mehrere Jahre im Voraus sichern und sich auf ihre innovativen Programme konzentrieren.

Stimmen Sie diesen Forderungen zu?

Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was wollen Sie stattdessen tun, um Kontinuität und Qualität der freien Literaturveranstaltungen in Berlin zu sichern?

  1. Aufstockung der Gelder für Literaturinstitutionen in Berlin

Durch die Kürzungen seit 2024 wurden die Literaturhäuser und andere literarische Institutionen*** gezwungen, ihre Programme zu verkleinern. Dabei sind auch sie sowohl eine wichtige Stütze für Schreibende in der Stadt als auch zentrale Orte für an Literatur interessiertes Publikum. Allein um die bisherigen Einsparungen, die Inflationsrate und weitere Kostensteigerungen zu kompensieren muss die Förderung durch das Land Berlin in den kommenden Haushaltsjahren um mindestens 8% angehoben werden. Nur mit wirtschaftlicher Stabilität und einem soliden Programmetat können die Literatureinrichtungen als offene Orte der Meinungs- und Kunstfreiheit weiterhin demokratische Teilhabe und Leseförderung für die gesamte Breite der Bevölkerung anbieten.

Stimmen Sie diesen Forderungen zu?
Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was wollen Sie stattdessen tun, um das Überleben der Berliner Literaturinstitutionen zu sichern?

  1. Koordinierungsstelle Literatur

Um die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteur*innen der Berliner Literaturlandschaft zu stärken, braucht es eine Koordinationsstelle, etwa nach dem Modell eines “Literaturbüros”. Damit wird die bestehende Struktur weiter professionalisiert und gesichert sowie darüber hinaus eine zentrale Öffentlichkeitsarbeit für die Sichtbarkeit der Literatur in Berlin ermöglicht. 

Stimmen Sie dieser Forderung zu?

Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was wollen Sie stattdessen tun, um die Präsenz der Literatur in der Berliner Kulturlandschaft zu stärken?

  1. Räume für Literaturarbeit

Unter dem Druck des Immobilienmarktes wünschen sich viele Schreibende und Übersetzende bezahlbare feste oder temporäre Räume, in denen sie arbeiten können. Ab 2030 schließt die Staatsbibliothek West für elf Jahre, womit zahlreiche Menschen keinen Ort mehr haben, an dem sie außerhalb der eigenen Wohnung schreiben können. Das Arbeitsraumprogramm für die freie Szene muss unbedingt wieder ausgeweitet werden und bis spätestens 2030 müssen temporäre Raumangebote für die Literatur bestehen. 

Stimmen Sie diesen Forderungen zu?

Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was wollen Sie stattdessen tun, um Räume für die Literatur zu eröffnen?

  1. Literaturschaffende mit Behinderung im Fokus

Wir fordern ein Budget für Maßnahmen zur sprachlichen wie materiellen Barrierefreiheit von

Vorhaben der freien Literaturszene mit dem Ziel eines inklusiven gesellschaftlichen Zusammenhalts. Hierzu gehören: Geld für die Umsetzung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes seitens der Akteur*innen, technische Umsetzung von Homepages und Bildbeschreibung, Anpassung an die Veranstaltungstechnik, Einführung der oben genannten Arbeitsstipendien für Gebärdensprachpoesie. Das soll kein weiteres Antragsverfahren werden, sondern diese Maßnahmen werden in die regulären Förderinstrumenten integriert.

Stimmen Sie diesen Forderungen zu?

Wenn ja: Was wollen Sie wann tun, um sie zu verwirklichen?
Wenn nein: Was wollen Sie stattdessen tun, um Literaturschaffenden mit Behinderung den Weg zu ebnen?

*Laut IKTf-Studie “Kulturelle Teilhabe in Berlin 2025”: 89 % der Befragten stimmten der Aussage „Klassische Kulturangebote sollten mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden” zu. 97 % waren der Meinung, „Klassische Kulturangebote sollten für kommende Generationen erhalten bleiben”.

**Für Autor*innen, die auf Deutsch oder in anderen Sprachen arbeiten, und für Übersetzer*innen mit allen Sprachkombinationen

***Haus für Poesie, LesArt, Literarisches Colloquium Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus, Literaturhaus Berlin

Wahlprüfstein 1: Strukturelle Stärkung des Tanzes
Strukturell gliedert sich die Sparte Tanz in Berlin wie folgt auf: 1. in vier institutionell geförderte Compagnien mit eigenen künstlerischen Handschriften (darunter das Staatsballett Berlin als Teil der Stiftung Oper ohne eigene Bühne), 2. in eine zwar breite, aber sehr fragil aufgestellte dezentrale Infrastruktur der Produktionsorte und Spielstätten, die weitgehend privatwirtschaftlich organisiert ist, 3. in eine 2500 Akteur*innen starke Künstler*innenschaft, von denen 2300 als Soloselbstständige unter hoch prekären Arbeitsbedingungen die künstlerische Vielfalt des Tanzes in Berlin prägen. Ca. 1800 Vorstellungen zählt der Berliner Tanzkalender pro Jahr, der enorme Output so-wie die ästhetische und künstlerische Diversität der Berliner Tanzkünstler*innen strahlen durch unzählige nationale und internationale Gastspiele weit über die Hauptstadt hinaus und gelten welt-weit als einmalig.
Wie viel aber ist der Tanz der Stadt Berlin wert? Die Förderung des Tanzes mit all seinen Künstler*innen und Einrichtungen nimmt im Berliner Kulturhaushalt 3% ein, in der Maßnahmengruppe der Darstellenden Künste MG 02 „Bühne/Tanz“ ist der Tanz neben den beiden weiteren (Bühnen-)Sparten Theater und Oper mit ca. 9% deutlich unterrepräsentiert. Der Tanz in Berlin ist nicht institutionalisiert und kämpft seit Jahrzehnten um die Auflösung dieses strukturellen Defizits.

Inwieweit setzt sich Ihre Partei für die Behebung des strukturellen Defizits im Tanz ein? Mit welchen Maßnahmen plant Ihre Partei, den Tanz zu stärken und seine unzureichende Finanzierung im Kulturhaushalt auszugleichen
Inwieweit setzt sich Ihre Partei für den Erhalt der einmaligen dezentralen Struktur Berliner Tanzorte ein und macht sich gleichzeitig stark für das seit Jahrzehnten geforderte – und seit dem Runden Tisch mit Konzeptpapieren konkretisierte – Vorhaben eines Berliner Hauses für Tanz und Choreografie inklusive TanzArchiv und Tanzvermittlungszentrum?
Der Tanz ist als Raumkunst auf bezahlbare, temporär wie langfristig anzumietende Arbeits-räume angewiesen. Welche Arbeitsraumpolitik verfolgt Ihre Partei? Über die Standortsicherung hinaus, wie stellen Sie den Ausbau des Arbeitsraumprogramms sicher?

Wahlprüfstein 2: Sicherung des künstlerischen Arbeitens
Kulturförderung hat die Aufgabe, professionelles künstlerisches Arbeiten als vollständige Erwerbsbiographie über alle Altersstufen hinweg anzuerkennen. Dies bedeutet, Arbeit an den Institutionen wie in der Freien Szene gleichermaßen als Teile der professionellen Kulturlandschaft zu honorieren, den Bedarfen in den unterschiedlichen Karrierestufen gerecht zu werden, den Über-gang der Künstler*innen in das und aus dem Berufsfeld strukturell abzusichern und zu begleiten und kontinuierliches, professionelles Arbeiten zu sichern.

Angesichts von durchschnittlich ca. 12.000 € Jahresbruttoeinkommen im Tanz, welches Modell zu sozialen Mindeststandards / zur sozialen Absicherung von freischaffenden Choreo-graf*innen und Tänzer*innen verfolgt Ihre Partei?
Wie würde Ihre Partei sich dafür einsetzen, ein Modell zur sozialen Absicherung von Künstler*innen (Beispiele aus Irland, Frankreich, Belgien) auch in der Bundesgesetzgebung zu verankern?
Im November 2025 hat der BFDK die Empfehlungen der Honoraruntergrenze für freischaffen-de Künstler*innen in Anlehnung an die angehobenen Mindestgagen im NV Bühne erhöht. Wie stellt Ihre Partei eine faire Entlohnung für professionelle künstlerische und kulturelle Arbeit in den Darstellenden Künsten auch über diese Mindeststandards hinaus sicher, in der die Absicherung von Lebensrealitäten wie Krankheit, Elternschaft, Care-Arbeit, Berufsunfähigkeit, das Risiko von Altersarmut als Teil der Kulturförderung mitgedacht wird?
Wie würde Ihre Partei ein dynamisches Fördersystem konzipieren, das auf schwankende Entwicklungen von Inflation, Mietsteigerung, Tarifentwicklung etc. z. B. durch dynamische Indexierung von Fördertöpfen/Zuwendungen reagiert (Kopplung von Mindesthonoraren an Tarifentwicklung, Indexierung von Sachkosten / Mietpreisanpassung)?

Wahlprüfstein 3: Distribution & Sichtbarmachung des Tanzes
(Inter)nationale Gastspiele und Vernetzung stellen ein wichtiges Standbein für die wirtschaftliche Unabhängigkeit und Entwicklung von Compagnien und freien Choreograf*innen dar. Das Ende des Distributionsfonds (Maßnahme aus dem Runden Tisch Tanz) zur Unterstützung von Künst-ler*innen in der inter-/nationalen Vernetzung und Akquise, die Streichung des Förderinstruments Reisekostenzuschüsse für Auslandsvorhaben sowie das Aus der Onlineplattform www.tanzforumberlin.de, die ein wichtiger Motor der Vermarktung von Berliner Künstler*innen war, schaden der Branche massiv.

Mit welchen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass der Tanz/die Darstellenden Künste jenseits der üblichen projektgeförderten 2-4 Vorstellungen nachhaltig produzieren und sichtbar in der Stadt Berlin wirken kann?
Mit welchen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass der Tanz aus Berlin sein weltweites Renommee halten und inter-/national ausstrahlen kann?
Wie sichern Sie zukünftig die Sichtbarmachung des Tanzes aus Berlin analog und digital?

Wahlprüfstein 4: Transparenz
Die Kunst- und Kulturszene ist im Zuge von Fördermittelaffären und versuchter oder tatsächlicher Einflussnahme durch die Politik an Kulturprogrammen auf Landes- und Bundeseben stark verunsichert.

Wie setzt sich Ihre Partei weiterhin für die Kunstfreiheit ein und stellt die Umsetzung des Artikels 5 des Grundgesetzes sicher? Welche Strategien sehen Sie im Zusammenschluss der demokratischen Parteien im bestehenden Kulturkampf von rechts?
Wie stellen Sie sicher, dass politische Einflussnahme auf Kunst- und Förderprogramme verhindert wird?
Wie unterstützen Sie die Kulturverwaltung, jurierte Verfahren umzusetzen und vor politischer Einflussnahme zu schützen?
Wie stellen Sie die Verbindlichkeit von partizipativen Prozessen und ihren Gutachten wie dem Runden Tisch Tanz sicher?

Wahlprüfstein 5: Diversität
Der Tanz mit seinen Akteur*innen ist in seiner Vielfältigkeit wie kein anderes Genre ein Spiegelbild der Stadtgesellschaft. Mit Pilotprojekten wie dem mittlerweile bundesweiten Netzwerk MAKING A DIFFERENCE und dem aus dem Runden Tisch Tanz hervorgegangenen Programm IMPACT-Förderung hat er in den letzten Jahren wegweisende Maßnahmen zum Abbau von Barrieren und Möglichkeiten der Teilhabe in der Kunst hervorgebracht.

Wie wollen Sie nachhaltige Konzepte für den Abbau von Barrieren umsetzen? Welche Rolle spielen für sie dabei Programme wie MAKING A DIFFERENCE und die IMPACT-Förderung?
Wie sorgt Ihre Partei dafür, dass sich die Vielfalt der Stadtgesellschaft in der Kulturförderlandschaft abbildet?

Wahlprüfstein 6: Verbindlichkeiten für die Berliner Kunst und Kultur

Wie würde sich Ihre Partei dafür einsetzen, die Punkte 1-5 rechtlich verbindlich im Rahmen eines Kulturfördergesetzes zu implementieren? In welcher Zeitschiene innerhalb der nächsten Legislatur und mit welchem Verfahren planen Sie die Implementierung des Kulturfördergesetzes?
Ursprünglich war die City Tax als Kulturabgabe geplant: 100% für Kultur und davon 50% für die freie Szene. Wie würde sich Ihre Partei dafür einsetzen, die Punkte 1-5 finanziell durch eine deutliche Anhebung des Kultursatzes der City Tax abzusichern?
Sind sie der Meinung, dass der Kulturbereich seiner Bedeutung für Berlin entsprechend vom Sondervermögen des Bundes profitieren sollte und welche Maßnahmen erachten sie in diesem Zusammenhang über die bereits getroffenen Schwerpunktsetzungen hinaus für sinnvoll?

Wahlprüfsteine der Initiative Kulturelle Bildung Stärken!
15.4.2026

  1.  Thema: Strukturen und Programme stärken und ausbauen.

Nur durch Erhalt und Stärkung bewährter Strukturen können die bestehenden und neu entstehenden Programme der Kulturellen Bildung weiterhin einen wichtigen Beitrag für eine offene, inklusive und lebendige Stadtgesellschaft leisten, in der Kinder und Jugendliche Zugang zu kultureller Bildung leisten.

Die Angebote der Kulturellen Bildung tragen wesentlich zur gesellschaftlichen Vielfalt bei, fördern multimodale Bildungszugänge und ganzheitliches Lernen. Zudem übernehmen sie eine wesentliche Brückenfunktion zwischen Institutionen aus den Bereichen Bildung und Kultur und erfüllen zentrale Querschnittsaufgaben, die im Rahmenkonzept Kulturelle Bildung formuliert sind.

 

à Wie wollen Sie dazu beitragen, dass die Programme der Kulturellen Bildung und deren vielfältiges Angebot in der jetzigen Form stabilisiert und ausgebaut werden? Wie werden Sie für eine verlässliche und dauerhafte Finanzierung sowie verbindliche Förderstandards sorgen?

 

à Stehen Sie dafür ein, die im reformierten Zuwendungsrecht angelegte Möglichkeit für mehrjährige und nachhaltige Förderung auch für die Kulturellen Bildung zu nutzen sowie erfolgreiche Projekte über Regelfinanzierung zu verstetigen?“

 

 

2. Thema: Berliner Runder Tisch Kulturelle Bildung BeRuTiKuBi

Die Initiative Kulturelle Bildung Stärken! lädt seit Oktober 2024 zum Berliner Runden Tisch Kulturelle Bildung in Kita und Schule (BeRuTiKuBi) ein. Es hat sich gezeigt, dass ein richtungsweisender ressortübergreifender Austausch der Verantwortlichen aus Senatsverwaltung, bildungs- und kulturpolitischen Fachpolitiker*innen aus den verschieden Parteien zusammen mit den Akteur*innen aus dem Handlungsfeld geführt werden muss, um voneinander zu wissen, Herausforderungen zu bündeln und in einer gemeinsamen Strategie anzugehen. 

 

à Werden Sie sich dafür einsetzen, dass dieser wichtige Prozess des Berliner Runden Tisches Kulturelle Bildung fortgeführt und mit Ressourcen unterstützt wird? In welcher Form werden Sie diesem Gremium für den Austausch und für die fachliche Begleitung zur Verfügung stehen? Wie werden Sie darüber hinaus die ressortübergreifende, fachspezifische Zusammenarbeit sicherstellen, um beispielsweise die beim BeRuTiKuBi entstandenen Empfehlungen weiterzuentwickeln?

 

à Inwieweit werden Sie die vom BeRuTiKuBi ausgesprochenen Empfehlungen in Ihre eigene politische Agenda aufnehmen?“ (siehe hierzu: https://inkubi.berlin/kategorie/empfehlung/)   

 

 

3. Thema: Weiterbildung von Pädagog*innen und Kulturschaffenden

Eine zentrale Handlungsempfehlung der Initiative Kulturelle Bildung Stärken! ist es, Qualifizierungs- und Professionalisierungsangebote für Pädagog*innen und Kulturschaffende, die im Bereich der Kulturellen Bildung tätig sind, anzubieten.

Ziele:

 – Pädagog*innen und Leitungen an Berliner Schulen und Kitas dafür zu mandatieren und zu qualifizieren, kulturelle Bildungsangebote von Kulturschaffenden am eigenen Bildungsort zu initiieren, Angebote aufzunehmen und deren Umsetzung regelmäßig zu überprüfen.

– ein Fundament dafür zu schaffen, dass Angebote der Kulturellen Bildung in Schulen und Kitas künftig verbindlich als Tandem-Angebote von Pädagog*innen und Kulturschaffenden durchgeführt werden, wie es das Rahmenkonzept Kulturelle Bildung und das Berliner Tandem-Modell vorsieht (siehe hierzu: https://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/kulturelle-bildung/).

 

à Wie sehen Ihre Pläne hinsichtlich der Professionalisierung und Qualifizierung von Fachpersonal für die Kulturelle Bildung an Schulen und Kitas aus?

 

à Können Sie skizzieren, in welcher Form Sie sich für einen Ort einsetzen, an dem Professionalisierung und Qualifizierung gebündelt werden? Welche Rolle spielen BLIQ und SFBB dabei?

 

 

4. Thema: Rechtsanspruch

Die Initiative Kulturelle Bildung Stärken! empfiehlt einen verbindlichen Rechtsanspruch auf Kulturelle Bildung für alle jungen Menschen in Berlin.

Gerade im Kontext ganztägiger Bildung mit langer Verweildauer von Kindern und Jugendlichen in Institutionen ist dies besonders wichtig um kulturelle Teilhabe zu ermöglichen.

 

à  Wie wollen Sie Kulturelle Bildung an Berliner Kitas und Schulen dauerhaft strukturell verankern?

 

à Wie werden Sie Träger der freien Jugendhilfe bzw. Programmträger wie uns unterstützen, die Berliner Ganztagsschulen bei diesem Prozess zu begleiten?

 

à Wie werden Sie sicherstellen, dass die Berliner Kita- und Schulaufsicht Kulturelle Bildung fest in ihre Begleitung aufnimmt, um die Verankerung von Kultureller Bildung an Kitas und Schulen dauerhaft zu gewährleisten?

 

Berlin, 20. April 2026
Wahlprüfsteine des Arbeitskreises Berliner Kinder- und Jugendtheater zur Wahl des
20. Berliner Abgeordnetenhaus 2026

Sehr geehrte Kandidat*innen, liebe Parteien,
in den letzten Jahren haben wir wahrgenommen, dass von allen demokratischen Parteien ein
kulturpolitischer Schwerpunkt auf die Stärkung des Kinder- und Jugendtheaters begrüßt wurde. Die
aktuelle Landesregierung hatte sich diesen Schwerpunkt in die Koalitionsvereinbarung geschrieben.
Wir freuen uns auf Ihre Antworten auf die Wahlprüfsteine für die kommende Wahl des Berliner
Abgeordnetenhauses!

1. Welche Gewichtung geben Sie Kunst und Kultur für Kinder und Jugendliche in Ihrer Kulturpolitik?
Welche Rolle spielen aus Ihrer Sicht die Kinder- und Jugendtheater im Verhältnis zum Theater für
erwachsenes Publikum?

2. Teilhabe an Kultur ist ein Kinderrecht. Gerade das Kinder- und Jugendtheater hat das Potenzial,
trotz bestehender geografischer, finanzieller, schulstruktureller und personenbezogener
Barrieren alle jungen Menschen dieser Stadt zu erreichen und ihnen einen Zugang zu Kultur zu
ermöglichen. Welche kulturpolitischen Ansätze verfolgen Sie, dieses Potenzial stärker
auszuschöpfen und Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen zu gewährleisten?

3. Kulturförderung für freie Gruppen zielt hauptsächlich auf Neuproduktionen ab. In den Jury-
Entscheidungen sind Projekte und in den Jurys Expert*innen des Kinder- und Jugendtheaters
deutlich unterrepräsentiert. Wie wollen Sie die daraus resultierende Förderlücke schließen?

4. Vor allem Gruppen können jedoch unter den aktuellen finanziellen Bedingungen kein Repertoire
aufrechterhalten, solange Vorstellungsförderung kein Teil der Fördersysteme ist. Mit welchen
Strategien werden Sie die nachhaltige Sicherung des Repertoires in Zukunft gewährleisten?

5. Trotz hoher künstlerischer Qualität und sehr guten Besuchszahlen sind viele Kinder- und
Jugendtheaterschaffende prekär beschäftigt. Steigende Lohnkosten, sinkende
Wettbewerbsfähigkeit aufgrund eines geringeren Lohnniveaus und ohnehin überstrapazierte
Personalressourcen machen es den Kinder- und Jugendtheatern schwer, Künstler*innen und
Personal an sich zu binden. Mit welchen konkreten Maßnahmen wollen Sie dieser Entwicklung
entgegenwirken?

6. Wie möchten Sie sicherstellen, dass die Belange des jungen Publikums und die der Kinder- und
Jugendtheater angemessen in kultur-, bildungs- und sozialpolitischen Entscheidungen sowie in der
nachgeordneten Verwaltung berücksichtigt werden?

7. Bereits jetzt ist klar, dass Berlin aufgrund seiner hohen Verschuldung und nicht steigenden
Steuereinnahmen ab 2027/2028 erneut vor Haushaltskonsolidierungen in Milliardenhöhe steht. Wie
will Ihre Partei sicherstellen, dass es nicht erneut zu massiven Sparmaßnahmen im Kulturbereich
und insbesondere im Bereich der Angebote für Kinder und Jugendliche kommt?

Statements der Kandidierenden für das Abgeordnetenhaus

An dieser Stelle  bieten wir Kandidierenden eine Plattform, auf der sie Ihre persönliche Perspektive auf Kultur in Berlin darstellen können.  Die Einladung wird an die Kandidierenden der CDU, SPD, Linken und Grünen versendet.

Sehr geehrte Kandidatin, sehr geehrter Kandidat,

im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2026 startet die Berliner Kulturszene die Kampagne #DeineStimmeFürKultur.

Kulturakteure, Kultureinrichtungen und Kulturverbände aus ganz Berlin machen damit Kultur im Wahljahr sichtbar und die kulturpolitischen Positionen der Kandidierenden öffentlich.

Auf www.berlinistkultur.de bieten wir Ihnen eine Plattform, auf der Sie Ihre persönliche Perspektive auf Kultur in Berlin darstellen können. Wir möchten damit der Kultur eine Stimme geben – und zugleich Ihrer Stimme für Kultur Gehör verschaffen.

Dazu bitten wir Sie um eine kurze Stellungnahme zu folgenden Fragen:

  • Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?
  • Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?
  • Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?
  • Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?
  • Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Ihre Antworten veröffentlichen wir auf der Kampagnenseite sowie über unsere Social-Media-Kanäle.

Wir bitten Sie um Ihre Stellungnahme als Text, ergänzt durch ein Foto von Ihnen oder als Video-Statement. Je persönlicher Ihre Antwort ist, desto lebendiger wird der Dialog zwischen Politik und Kultur.

Die kulturpolitischen Forderungen der Berliner Kulturlandschaft finden Sie in den Wahlprüfsteinen und Stellungnahmen der Verbände und Initiativen auf unserer Kampagnenseite.

Bitte senden Sie Ihre Beiträge bis zum 8. Mai 2026 an: info@berlinistkultur.de

Mit Dank und herzlichen Grüßen
Ihr Kampagnenteam

Berliner Kulturkonferenz e. V. / #BerlinIstKultur
info@berlinistkultur.de
www.berlinistkultur.de
@berlinistkultur

Hinweise zur Einreichung:

Textbeitrag, ergänzt durch Foto:

  • Umfang: 800 – 3000 Zeichen

Video- oder Audio-Statement:

  • Länge: 60 – 180 Sekunden

Die Beiträge werden auf www.berlinistkultur.de sowie über die Social-Media-Kanäle der Kampagne veröffentlicht.

Kulturpolitische Veranstaltungstermine

Update über die kulturpolitische Arbeit der Koalition der Freien Szene und des Raumbüros Freie Szene. 

Bitte um Voranmeldung unter sk@freieszene.berlin

Veranstaltungsort: English Theatre Berlin – International Performing Arts Center, Fidicinstr. 40, 10965 Berlin

Bil­dungs­auf­trag un­ter Druck – Mei­nungs­frei­heit in Zei­ten von Des­in­for­ma­ti­on

https://www.bibliotheksverband.de/veranstaltung-bildungsauftrag-unter-druck-meinungsfreiheit-in-zeiten-von-desinformation

Common Grounds – Get-Together zu überregionaler und internationaler Zusammenarbeit 

https://pap-berlin.de/de/event/common-grounds-get-together-zu-ueberregionaler-und-internationaler-zusammenarbeit-den-freien

Der Rat für die Künste lädt die Berliner Spitzenkandidat:innen zum Kulturgespräch: Elif Eralp (Die Linke), Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen), Steffen Krach (SPD) und N.N. (CDU) im Gespräch mit Anne Schneider (Rat für die Künste Berlin)

Im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus laden der Rat für die Künste, die Akademie der Künste und der Literaturkanal die Spitzenkandidat:innen der demokratischen Parteien zu einem öffentlichen kulturpolitischen Gespräch ein. Derzeit stehen viele Bereiche des Berliner Kulturlebens unter wachsendem Druck. Die kulturpolitischen Entscheidungen der kommenden Legislaturperiode werden daher mitbestimmen, welche Rolle Kunst und Kultur künftig für diese Stadt spielen.

Das Gespräch versteht sich als öffentliches Forum für eine grundlegende kulturpolitische Debatte. Eingeladen sind die Spitzenkandidat:innen, weil Kulturpolitik nicht nur eine Frage einzelner Ressorts ist, sondern die politische Verantwortung für die Stadt als Ganzes berührt. Im Fokus stehen die Zukunft der Berliner Kulturlandschaft, Perspektiven für die freie Szene und die Institutionen sowie faire Arbeitsbedingungen für Künstler:innen.

Die Veranstaltung wird live von www.literaturkanal.tv gestreamt.

Veranstaltungsort: Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 Wi(e)der die Wut –  Kulturpolitische Netzwerke gegen Autoritarismus  13. Kulturpolitischen Bundeskongress

https://kupobuko.de/

Wi(e)der die Wut –  Kulturpolitische Netzwerke gegen Autoritarismus  

https://kupobuko.de/

 

 

 Wi(e)der die Wut –  Kulturpolitische Netzwerke gegen Autoritarismus  13. Kulturpolitischen Bundeskongress

https://kupobuko.de/

Aktionswochen der Kampagne und Ablauf

1. Werdet aktiv im Kulturwahlkampf im Rahmen unserer Aktionswochen!

Plant eigene Aktionen

Zwei Aktionswochen (10.-16. Juni und 2.-8. September 2026)
Plant eigene Aktionen – mit Eurer Kultureinrichtung, Eurem Chor, Eurer Initiative, Eurer Theatergruppe, Eurem Atelier oder Eurem Kulturprojekt. Wir schlagen dafür zwei gemeinsame Aktionswochen vor.  

Teilt Eure Aktionen

Wir veröffentlichen Eure Beiträge hier und auf Social Media
Teilt Eure Aktionen mit der Kampagne: Sendet uns im Anschluss an die Aktion eine kurze Beschreibung, ein Foto oder ein Video bzw. Audio-Statement (60–180 Sekunden). Wir veröffentlichen Eure Beiträge  

Unterzeichnet gemeinsames Statement

Aufruf an die Berliner Kultur
Im Vorfeld der erste Aktionswoche rufen wir die Berliner Kultur dazu auf, ein gemeinsames Statement zur Kampagne zu unterzeichnen. Das Statement senden wir Euch nach den Osterferien mit den Angabe zur Zeichnung zu.  

2. Sucht das Gespräch mit der Politik vor Ort – kommt zur Vorbereitung in unsere Workshops

Geht in Euren Bezirken und Wahlkreisen auf die Kandidierende für das Berliner Abgeordnetenhaus zu und sprecht mit ihnen über die Bedeutung von Kunst und Kultur für Berlin. Schaut vorher nach, ob sie bereits ein Statement für unsere Seite abgegeben haben. Wenn Ihr Euch gemeinsam mit anderen auf die Gespräche vorbereiten wollt, kommt vorab in unsere Workshops, es ist auch ein Leitfaden für die Gespräche geplant.
 

Workshop "Wahlkampf-Coaching"

Der erste Workshop findet am 13. April von 17 bis 20 Uhr im Deutschen Theater vor dem Auftakttreffen der Kampagne (20-21 Uhr) statt. Weitere Details folgen zeitnah.

3. Sendet uns Eure Stellungnahmen und Wahlprüfsteine

Wir sammeln auf dieser Webseite die Wahlprüfsteine und Stellungnahmen der Kulturverbände und Institutionen sowie die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine. Die Kandidierenden  für das Berliner Abgeordnetenhaus haben hier die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Fragen und Positionen aus der Kultur zu verschaffen. Wähler*innen können die Antworten und Stellungnahmen der Parteien abgleichen. Sendet Eure Papiere bitte ab sofort per E-Mail an info@berlinistkultur.de.

4. Sendet uns Eure kulturpolitischen Veranstaltungstermine

Veranstaltet Euer Verband oder Eure Institution einen eigenen Kulturpolitischen Termin im Wahlkampf? Wir veröffentlichen alle Termine gebündelt auf unserer Webseite und im Newsletter.
 

5. Gestaltet die Kampagne mit!

Kommt  zum Auftakttreffen am 13. April ins Deutsche Theater um 20 Uhr und zu den digitalen Freitags-Planungstreffen alle 14 Tage.

Plant Eure Aktionen gemeinsam mit Kolleg*innen! Alle Künstler*innen und Kulturschaffende, Kultureinrichtungen, Initiativen, Gruppen und Verbände der Berliner Kulturlandschaft sind herzlich eingeladen, am beim Auftakttreffen am 13. April um 20 Uhr  im Deutschen Theater die Aktionswochen zu besprechen und den Auftakt der Kampagne zu feiern! 
 
Ihr wollt mehr wissen und Euch in die Vorbereitungen mit einbringen? Alle 14 Tage um 9 Uhr wird bei den digitalen Freitags-Planungstreffen www.berlinistkultur.de von den laufenden Aktivitäten berichtet und die nächsten Schritte besprochen. Der nächste Termin ist am 20. März um 9 Uhr: https://us02web.zoom.us/j/77126350305?pwd=Ulo2NWkremU5cHBYaGxPVGRnTlBWUT09 

Spenden für #BerlinIstKultur

Das #BerlinIstKultur-Team arbeitet grundsätzlich ehrenamtlich.  Wir verwenden alle Spenden insbesondere für Druck- und Sachkosten wie z. B. die Miete von Demo-Lastern oder für einzelne Aufträge und einige Honorare. 
 
Kontoempfänger (kommissarisch):  Netzwerk freier Berliner Projekträume und -initiativen e.V.   
Konto: IBAN DE60 8306 5408 0204 9341 64 
 
Deutsche Skatbank 
 
Verwendungszweck: Spende Aktionsbündnis Berlin ist Kultur

Dr. Robbin Juhnke (CDU)
Wahlkreis 5 Neukölln

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?

Im Abgeordnetenhaus arbeite ich als kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion tagtäglich an der Ermöglichung von Kultur in unserer Stadt. Bereits in den Koalitionsverhandlungen, die ich für meine Partei als Verhandlungsführer für diesen Bereich leiten durfte, konnte ich dafür einige Grundlagen legen. 

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?

Der Kulturbereich ist ein wesentliches Markenzeichen unserer Stadt, er hat in Berlin daher auch eine ganz wesentliche wirtschaftliche Bedeutung: seien es Arbeitsplätze, aber auch die Attraktivität für Besucher oder Neuberliner aus Nah und Fern. Kultur ermöglicht Debatte, Nachdenken und neue Perspektiven, eine Gesellschaft bleibt dadurch flexibel und weniger brüchig.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?

Der Einzelplan 08 (Kultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt) bietet mit einem Volumen von rund einer Milliarde ein vermutlich weltweit für eine Stadt einzigartiges Förderungsinstrument für alle Sparten der Kultur. 

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?

Die Berliner Kulturszene ist außerordentlich vielgestaltig und breit aufgestellt. Auch die Kulturförderung hat sich auf diese Breite eingestellt. 

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Erstmals im Berliner Parlament habe ich bereits im Jahr 2021 einen parlamentarischen Vorstoß für ein Kulturfördergesetz unternommen. Weiterhin bleibt dieses Vorhaben ein wichtiger Punkt für die kommende Legislaturperiode, um eine bessere Planungsgrundlage für die Kulturförderung zu bieten.

Dr. Ann-Kathrin Biewener (SPD)
Wahlkreis 6 Charlottenburg-Wilmersdorf

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?
Kultur ist für mich einer der Hauptgründe, warum ich in Berlin lebe. Diese Stadt bietet eine unglaubliche Vielfalt – von Clubkultur bis Oper, von Streetart bis zur Galerie. Man kann sich jeden Tag neu entscheiden, was man erleben möchte. Diese Offenheit und Vielfalt machen Berlin für mich lebenswert und besonders.

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?
Kultur gehört zu Berlin wie das Brandenburger Tor. Sie bringt Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammen und schafft Räume für Begegnung, Austausch und neue Perspektiven. Gerade in einer vielfältigen Stadt ist Kultur ein wichtiger Ort für demokratische Debatten und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichzeitig ist sie ein zentraler Wirtschaftsfaktor: Viele Menschen kommen wegen der Kulturszene nach Berlin – und tragen damit auch zur wirtschaftlichen Stärke der Stadt bei.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?
Kultur ist kein „nice to have“, sondern ein zentraler Bestandteil unserer Stadt – auch wirtschaftlich. Deshalb müssen wir Kultur stärker als Teil der Gesamtentwicklung Berlins denken. Öffentliche Förderung bleibt dabei unverzichtbar, gleichzeitig profitieren viele Bereiche – etwa Tourismus, Gastronomie oder Einzelhandel – direkt von einer lebendigen Kulturszene. Diese Zusammenhänge müssen sich auch in der Finanzierung widerspiegeln.

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?
Kultur lebt von Vielfalt – und sie muss für alle zugänglich sein. Dazu gehört nicht nur die Hochkultur, sondern auch die freie Szene, Straßenkunst oder kleine Konzerte im Kiez. Wichtig ist, dass möglichst viele Menschen teilhaben können – unabhängig vom Geldbeutel oder ihrer Herkunft. Kulturorte sind Orte des Austauschs und der Auseinandersetzung – und damit zentral für eine lebendige Demokratie.

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?
Im Wahlkreis entwickeln sich mit Orten wie dem Schoeler-Schlösschen neue, spannende Kulturstandorte, die ich weiter stärken möchte. Gleichzeitig sehe ich großes Potenzial im öffentlichen Raum: Plätze wie der Bundesplatz oder der Prager Platz können durch kulturelle Formate wie Nachbarschaftsfeste oder kleinere Veranstaltungen stärker belebt werden. Kultur muss auch im Alltag sichtbar und erlebbar sein – direkt im Kiez.

Dennis Haustein (CDU)
Wahlkreis 3 Lichtenberg

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?

Ein Stück in der Schaubühne, einen Sommerabend im YAAM, die Büste der Nofrete im Neuen Museum oder doch einen Kinofilm mit meiner Unlimited Card anschauen – ich nutze unsere Kultur und das wahnsinnig unterschiedliche Angebot sehr gerne und regelmäßig. Das ist es doch, was Berlin ausmacht. Nur Netflix macht das Leben nicht bunt: Es sind die Angebote vor der Haustür.

 

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?

Kultur bringt die Menschen zusammen. Und da ist es häufig nicht wichtig, woher man kommt oder was man mitbringt. Kultur bietet Anlass zum Diskutieren. Kultur ist der Grund, warum Menschen nach Berlin kommen und dadurch hier übernachten, die Gastro und vieles mehr nutzen. Mit Kultur hat sich Berlin den Ruf der Weltstadt erarbeitet. Und deshalb ist es unsere Aufgabe aus der Politik auch diesen Ruf zu bewahren und damit auch die Vielfalt der Kultur in finanziell bescheidenen Zeiten zu verteidigen.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?

Bei dem Haushalt 2027/2028 wird es für alle Bereiche deutliche Einsparungen geben müssen. Das ist keine tolle Erkenntnis, gibt mir und uns aber die Möglichkeit die Vorkehrungen zu treffen: Im Kulturbereich müssen wir Synergien heben, um so Kosten einzusparen, die nicht zulasten des künstlerischen Programms gehen. Gemeinsame Depots oder das Ticketing sind da nur einige Beispiele, die die CDU-Kulturverwaltung auf den Weg gebracht hat. Das unterstütze ich und werde auch nach der Wahl gerne für unsere vielfältige Kultur und keine einseitigen Einsparmaßnahmen kämpfen.

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?

Die Berliner Kultur muss für jeden erlebbar sein. Deshalb war es auch für mich als Haushälter wichtig die Audiodeskription in einer schwierigen Haushaltslage zu sichern. Ebenfalls gehören Inklusionstheater, wie das RambaZamba, zu unserer Stadt. Die Stärkung des Theaters war für mich und uns als CDU deshalb ein Herzensthema. Und so müssen auch durch das nächste Abgeordnetenhaus weitere Hürden Schritt für Schritt abgebaut werden.

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Viele wissen mittlerweile das mein Herz ganz besonders laut für unsere Musikschulen und die Amateurmusik schlägt. Die Erfolge müssen gesichert werden, auch in finanziell schwierigen Zeiten: strukturelle Förderung der vokalen und instrumentalen Amateurmusik, Raumkoordinationsstelle und Servicestelle Amateurmusik, Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements auch in diesem Bereich, kostenfreie Nutzung öffentlicher Räume, wie beim Sport, Nachwuchsförderung usw. Im aktuellen Haushalt konnte ich Geld für ca. 200 Musikschullehrerstellen erkämpfen. Das möchte ich steigern um dann endlich eine Festanstellungsquote von 80-90% in unseren bezirklichen Musikschulen zu erreichen.

Julia Dittmar (SPD)
Spitzenkandidatin der Bezirksliste Treptow-Köpenick

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?

Ich bin 2000 nach Berlin gezogen – und habe die Stadt damals vor allem über ihre
Kultur kennengelernt. Vieles war improvisiert, manchmal chaotisch, aber
unglaublich spannend und vielfältig. 
Ich erinnere mich an eine Performancegruppe der Kunsthochschule Kassel, die im
Prenzlauer Berg für eine Woche einen Laden angemietet und ihn komplett mit
frittierten Pfannkuchen, also „Berlinern“ zugebaut hat. Das ist ein verrücktes
Beispiel, aber es zeigt, was Kultur in Berlin ausmacht: ausprobieren, anecken,
überraschen.
Solche Sachen waren möglich, weil es genug Freiräume gab und die auch bezahlbar waren. Die drohen heute verloren zu gehen oder sind längst verschwunden. Deshalb ist es wichtig, sie politisch besser zu schützen.

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?

Kultur erlaubt den Blick über den Tellerrand, sie schafft Begegnung und ermöglicht
demokratische Debatten. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger wirtschaftlicher
Faktor.
Berlin lebt davon, dass unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden. Ohne Kultur
würde die Stadt nicht nur an Ausstrahlung verlieren, sondern auch an
gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?

Kultur sollte verlässlicher finanziert werden. Dazu gehören mehrjährige Förderungen
ohne ständige Unsicherheiten und eine stärkere Unterstützung der freien Szene –
nicht nur der großen Häuser.
Gerade wenn Mittel knapper werden, darf Kultur nicht gegen Soziales ausgespielt
werden. Stattdessen geht es darum, politische Prioritäten insgesamt neu zu
setzen.

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?

Kultur muss für alle zugänglich sein. Dafür braucht es niedrigschwellige Angebote,
mehr Sichtbarkeit für unterschiedliche Perspektiven und den Schutz der
Kunstfreiheit.
Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Berlin ist Kultur ein zentraler Ort für
Austausch und Auseinandersetzung.

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Kulturpolitik ist nicht mein Schwerpunkt – aber Berlin ohne Kultur ist für mich undenkbar.
Als Neuling will ich erstmal schauen, was mir da spannendes über den Weg läuft und welche Projekte und Bedarfe es gibt. Mir wäre es wichtig, die Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern und vor allem Orte und Räume zu sichern oder neu zu schaffen, damit Kultur in Berlin den Platz hat, der ihr zusteht.