Hier findet ihr erste Ergebnisse zur Studie zur Kulturellen Teilhabe in Berlin, unseren Kampagnenaufruf und die aktuellen Termine.

Aktuelle Termine in der Übersicht:

21. Mai: Tag der kulturellen Vielfalt
https://www.kulturelle-integration.de/aktionstag-zusammenhalt-in-vielfalt/

30. Mai, 16:30: im Jungen-Tanzhaus-Berlin  
https://junges-tanzhaus-berlin.de/de/kalender/social-muscle-club_2/

10. bis 16. Juni 2026 

Erste Aktionswoche #DeineStimmeFürKultur

 11. Juni, 18 Uhr, Akademie der Künste

Podiumsdiskussion mit Spitzenkandidat*innen vom Rat für die Künste 

11/12. Juni, Aquino

Wi(e)der die Wut –  Kulturpolitische Netzwerke gegen Autoritarismus  13. Kulturpolitischen Bundeskongress

26. Juni, 18 Uhr, Schulmusik und Lehrkräftebildung in Berlin, Tagesspiegel-Haus, Moderation: Lorenz Maroldt

2. bis 8. September 2026 

Zweite Aktionswoche #DeineStimmeFürKultur

12. September 2026 Großdemonstration

20. September: Wahlen Berliner Abgeordnetenhaus und Bezirksversammlungen

Anfang Juni:  Podiumsdiskussion Spitzenkandidat*innen Rat Für die Künste in der Akademie der Künste

Aufruf zur Kampagne 
#DeineStimmeFürKultur im Wahljahr 2026

Liebe Künstler*innen und Kulturschaffende, 

liebe Kultureinrichtungen, Initiativen, Gruppen und Verbände in Berlin und darüber hinaus,

im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2026 startet am 13. April 2026 die Kampagne #DeineStimmeFürKultur.  Mit dieser Initiative wollen wir Kultur im Wahljahr sichtbar machen und deutlich zeigen: #BerlinIstKultur. Kultur prägt diese Stadt, schafft Räume für Austausch und Debatte, stärkt demokratische Werte und macht Berlin zu einem international einzigartigen Ort.

In unserer Kampagne rufen wir die Berliner Kulturlandschaft dazu auf, sich in zwei Aktionswochen und mit einem gemeinsamen Statement in den Wahlkampf für Kultur mit einzubringen. Wir sammeln Statements der Berliner Kandidierenden für das Abgeordnetenhaus und machen die vielfältigen Wahlprüfsteine, Positionen und Kulturpolitischen  Veranstaltungen der Kultur sichtbar. 

Damit Kultur im Wahlkampf gehört wird, brauchen wir eine starke und gemeinsame Stimme der Kulturszene. Deshalb rufen wir Euch auf, Euch an der Kampagne zu beteiligen! Je mehr Stimmen sich beteiligen, desto stärker wird unsere gemeinsame Stimme.

#BerlinIstKultur – zeigen wir es gemeinsam.

1. Werdet aktiv im Kulturwahlkampf im Rahmen unserer Aktionswochen!

Plant eigene Aktionen – mit Eurer Kultureinrichtung, Eurem Chor, Eurer Initiative, Eurer Theatergruppe, Eurem Atelier oder Eurem Kulturprojekt. Um insgesamt eine größere Sichtbarkeit zu erzeugen, schlagen wir dafür zwei gemeinsame Aktionszeiträume vor:

Aktionswoche I – 10. bis 16. Juni 2026

Aktionswoche II – 2. bis 8. September 2026

Teilt Eure Aktionen mit der Kampagne – sendet uns im Anschluss an die Aktion eine kurze Beschreibung, ein Foto oder ein Video bzw. Audio-Statement (60–180 Sekunden). Wir veröffentlichen Eure Beiträge auf www.berlinistkultur.de und über unsere Social-Media-Kanäle.

Unterzeichnet das gemeinsame Statement – im Vorfeld der erste Aktionswoche rufen wir die Berliner Kultur dazu auf, ein gemeinsames Statement zur Kampagne zu unterzeichnen. Das Statement senden wir Euch nach den Osterferien mit den Angabe zur Zeichnung zu.

2. Sucht das Gespräch mit der Politik vor Ort – kommt zur Vorbereitung in unsere Workshops (13. April & weitere Termine)

Geht in Euren Bezirken und Wahlkreisen auf die Kandidierende für das Berliner Abgeordnetenhaus zu und sprecht mit ihnen über die Bedeutung von Kunst und Kultur für Berlin. Schaut vorher nach, ob sie bereits ein Statement für unsere Seite abgegeben haben. Wenn Ihr Euch gemeinsam mit anderen auf die Gespräche vorbereiten wollt, kommt vorab in unsere Workshops, es ist auch ein Leitfaden für die Gespräche geplant.

Der erste Workshop findet am 13. April von 17 bis 20 Uhr im Deutschen Theater vor dem Auftakttreffen der Kampagne (20-21 Uhr) statt. Mehr Angaben zum Ablauf und weitere Termine findet Ihr in Kürze auf unserer Webseite.

Hier könnt Ihr Euch zum ersten  Workhop anmelden: https://zfrmz.eu/SyuJBtNxr6hC9lHNwIrf

3. Sendet uns Eure Stellungnahmen und Wahlprüfsteine

Auf unserer Webseite www.berlinistkultur.de sammeln wir die Wahlprüfsteine und Stellungnahmen der Kulturverbände und Institutionen sowie die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine. Die Kandidierenden  für das Berliner Abgeordnetenhaus haben hier die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Fragen und Positionen aus der Kultur zu verschaffen. Wähler*innen können die Antworten und Stellungnahmen der Parteien abgleichen. Sendet Eure Papiere bitte ab sofort per E-Mail an info@berlinistkultur.de.

4. Sendet uns Eure kulturpolitischen Veranstaltungstermine

Veranstaltet Euer Verband oder Eure Institution einen eigenen Kulturpolitischen Termin im Wahlkampf? Wir veröffentlichen alle Termine gebündelt auf unserer Webseite und im Newsletter.

Hier könnt Ihr Eure Termine eintragen: https://www.survio.com/survey/d/terminmeldung-deine-stimme-fuer-kultur

5. Gestaltet die Kampagne mit! – kommt  zum Auftakttreffen am 13. April ins Deutsche Theater um 20 Uhr und zu den digitalen Freitags-Planungstreffen alle 14 Tage.

Plant Eure Aktionen gemeinsam mit Kolleg*innen! Alle Künstler*innen und Kulturschaffende, Kultureinrichtungen, Initiativen, Gruppen und Verbände der Berliner Kulturlandschaft sind herzlich eingeladen, am beim Auftakttreffen am 13. April um 20 Uhr  im Deutschen Theater die Aktionswochen zu besprechen und den Auftakt der Kampagne zu feiern! 

Ihr wollt mehr wissen und Euch in die Vorbereitungen mit einbringen? Alle 14 Tage um 9 Uhr wird bei den digitalen Freitags-Planungstreffen www.berlinistkultur.de von den laufenden Aktivitäten berichtet und werden die nächsten Schritte besprochen. Der nächste Termin ist am 20. März um 9 Uhr: https://us02web.zoom.us/j/77126350305?pwd=Ulo2NWkremU5cHBYaGxPVGRnTlBWUT09

Ihr habt keine Zeit, aber wollt die Kampagne finanziell oder durch Nutzung Eurer Ressourcen unterstützen? Alle Angaben zum Spendenkonto findet Ihr hier: https://www.berlinistkultur.de/spenden/ Für die Übernahme von Leistungen wie Grafik, Social Media Betreuung, Organisation tragt Euch bitte hier ein:

https://www.survio.com/survey/d/deine-stimme-fuer-kultur

Erste Ergebnisse der Studie „Kulturelle Teilhabe in Berlin 2025“

Das Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf) hat einen 2-Pager mit den dort präsentierten Zahlen zu Besuchenden und Nichtbesuchenden von Kulturangeboten erstellt: Erste vorläufige Befragungsergebnisse zu Fragen wie dem Stand der Kulturellen Teilhabe, Zufriedenheit mit dem Kulturangebote, Einstellungen zum klassischen Kulturangebot und dessen Förderung sowie zentralen Besuchsbarrieren.

Spoiler: 85 % Zustimmung bei: „Kultur muss auch in Zeiten knapper Kassen geschützt werden – selbst wenn dafür anderswo mehr gespart werden muss.“

Eure Stimme für die Berliner Kultur

Wir stellen eine Sammlung von Zitaten zusammen, die wir als Reader aufbereiten wollen. Wir bitten Euch darum, Eure Stimmen abzugeben: Was bedeutet Kultur für Euch? Was bedeutet sie aus Eurer individuellen Perspektive für die Stadt Berlin? Hier könnt Ihr Euch beteiligen:

https://www.survio.com/survey/d/Berlin-ist-Kultur-Zitatsammlung

Julia Dittmar (SPD)
Spitzenkandidatin der Bezirksliste Treptow-Köpenick

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?

Ich bin 2000 nach Berlin gezogen – und habe die Stadt damals vor allem über ihre
Kultur kennengelernt. Vieles war improvisiert, manchmal chaotisch, aber
unglaublich spannend und vielfältig. 
Ich erinnere mich an eine Performancegruppe der Kunsthochschule Kassel, die im
Prenzlauer Berg für eine Woche einen Laden angemietet und ihn komplett mit
frittierten Pfannkuchen, also „Berlinern“ zugebaut hat. Das ist ein verrücktes
Beispiel, aber es zeigt, was Kultur in Berlin ausmacht: ausprobieren, anecken,
überraschen.
Solche Sachen waren möglich, weil es genug Freiräume gab und die auch bezahlbar waren. Die drohen heute verloren zu gehen oder sind längst verschwunden. Deshalb ist es wichtig, sie politisch besser zu schützen.

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?

Kultur erlaubt den Blick über den Tellerrand, sie schafft Begegnung und ermöglicht
demokratische Debatten. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger wirtschaftlicher
Faktor.
Berlin lebt davon, dass unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden. Ohne Kultur
würde die Stadt nicht nur an Ausstrahlung verlieren, sondern auch an
gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?

Kultur sollte verlässlicher finanziert werden. Dazu gehören mehrjährige Förderungen
ohne ständige Unsicherheiten und eine stärkere Unterstützung der freien Szene –
nicht nur der großen Häuser.
Gerade wenn Mittel knapper werden, darf Kultur nicht gegen Soziales ausgespielt
werden. Stattdessen geht es darum, politische Prioritäten insgesamt neu zu
setzen.

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?

Kultur muss für alle zugänglich sein. Dafür braucht es niedrigschwellige Angebote,
mehr Sichtbarkeit für unterschiedliche Perspektiven und den Schutz der
Kunstfreiheit.
Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Berlin ist Kultur ein zentraler Ort für
Austausch und Auseinandersetzung.

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Kulturpolitik ist nicht mein Schwerpunkt – aber Berlin ohne Kultur ist für mich undenkbar.
Als Neuling will ich erstmal schauen, was mir da spannendes über den Weg läuft und welche Projekte und Bedarfe es gibt. Mir wäre es wichtig, die Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern und vor allem Orte und Räume zu sichern oder neu zu schaffen, damit Kultur in Berlin den Platz hat, der ihr zusteht.