Über uns

#BerlinIstKultur ist ein Aktionsbündnis, das seit Ende September 2024 unter der gleichnamigen  Kampagne Berliner Kultureinrichtungen, Verbände so wie Solo-Künstler*innen vernetzt und die Bedeutung der Kultur für die Stadt Berlin an die Politik adressiert.

Es hat sich unter dem Druck drohender Kürzungen im Kulturetat der Stadt Berlin für die Jahre 2025 und 2026 gebildet.

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#BerlinIstKultur stellt klar: Kultur ist für Berlin „kein-nice-to-have“, sondern ihre Schwerindustrie. Ihre Vielfalt generiert und verknüpft viele Berufe der Kreativbranche und aus dem Bereich der produzierenden Gewerbe. Die kulturelle Vielfalt und die Qualität der institutionellen wie auch Freien Künste erfährt national und international große Anerkennung und dient auch der Tourismusbranche als Aushängeschild.

#BerlinistKultur fokussiert in seinen Aktionen und in der medialen Präsenz den Schutz der Berliner Kulturszene vor einschneidenden Kürzungen im Etat.
Die Kampagne wird hierbei in erster Linie durch freiwilliges Engagement – zusätzlich zur beruflichen Ausübung – von Berliner Kulturschaffenden getragen und betrieben. Ohne dieses freiwillige Engagement gäbe es diese Kampagne nicht!
Das Aktionsbündnis begreift sich als solidarisch und offen für alle, die sich dem Schutz der Berliner Kulturszene verpflichtet fühlen.
Viele Berliner und in Berlin lebenden Kulturschaffenden und Künstler*innen begreifen ihre Arbeit als Raum und Ausdrucksform für ihre (persönliche) Auseinandersetzung mit den Fragen unserer Zeit und den politischen Diskursen und Krisen – und das ist ihr gutes Recht!
#BerlinistKultur bildet keine Parteipolitik ab, weder im nationalen noch internationalen Kontext. Im Respekt vor den vielen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit, zwischen denen sich das Aktionsbündnis #BerlinistKultur um den Erhalt der „Kulturhauptstadt“ Berlin bemüht, bitten wir um Verständnis, dass keine parteipolitischen und Kampagnen fernen Inhalte auf unseren Social Media Kanälen wie auf der Website geteilt so wie nicht in unseren Aktionen positioniert werden.

Das Kampagnenteam von Berlin ist Kultur: Roberta Di Martino, Linda Ann Davis, Ruth Hundsdoerfer, Franziska Stoff, Wibke Behrens, Philipp Harpain, Janina Benduski.

Berlin ist Kultur wurde auf Initiative von Philipp Harpain als Landing Page initiiert und in Zusammenarbeit mit Janina Benduski, Wibke Behrens, Franziska Stoff, Ruth Hundsdoerfer ins Leben gerufen, um einen digitalen Raum für die Vernetzung von Berliner Kultureinrichtungen, Künstler*innen, Initiativen und Verbänden zu schaffen, die gegen die Kürzungen im Kulturhaushalt des Berliner Senats protestieren. Dies hat dazu beigetragen, eine Kommunikationsstruktur und Aktionsplattform zu etablieren, die durch die Berliner Kulturkonferenz e.V. unterstützt und getragen wird.

Protestsong #BerlinIstKultur

Nutzt ihn, macht ihn zu eurem Song, spielt ihn in euren Versionen, remixt ihn und bringt ihn unter die Leute:  Kultur ist der Klebstoff unserer Gesellschaft! Die Noten findet ihr in unserem Downloadbereich.

AG Protestsong der Berliner Kulturkonferenz e.V. i.Gr. | Text und Musik: Adriana Balboa, Annette Goldbeck-Löwe, Franz-Michael Deimling, Lisa Holic, Peter Elter, Roland Meyer de Voltaire, Prabhat Chhetri , Uchenna van Capelleveen | Produktion: Roland Meyer de Voltaire | Beat: Lisa Holic | Bass & add Programming: Roland Meyer de Voltaire | Gitarre: Prabath Chhetri | Chorarrangement: Franz-Michael Deimling | Mix: Markus Rust | Idee und Orgaunterstützung: Landesmusikrat Berlin e.V. und Berlin Music Commission | Stimmen:, Alexandra Janzen, Caro Olbertz, June Coco, Peter Elter, Roland Meyer de Voltaire & der Chor der Staatsoper Berlin | Kamaramann und Schnitt: Benjamin Raeder

Infos zu den drohenden Kürzungen in Deutscher Gebärdensprache

Im Video: Jan Kress, Dreh und Schnitt: Anna Deul (FELD Theater)

Julia Dittmar (SPD)
Spitzenkandidatin der Bezirksliste Treptow-Köpenick

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?

Ich bin 2000 nach Berlin gezogen – und habe die Stadt damals vor allem über ihre
Kultur kennengelernt. Vieles war improvisiert, manchmal chaotisch, aber
unglaublich spannend und vielfältig. 
Ich erinnere mich an eine Performancegruppe der Kunsthochschule Kassel, die im
Prenzlauer Berg für eine Woche einen Laden angemietet und ihn komplett mit
frittierten Pfannkuchen, also „Berlinern“ zugebaut hat. Das ist ein verrücktes
Beispiel, aber es zeigt, was Kultur in Berlin ausmacht: ausprobieren, anecken,
überraschen.
Solche Sachen waren möglich, weil es genug Freiräume gab und die auch bezahlbar waren. Die drohen heute verloren zu gehen oder sind längst verschwunden. Deshalb ist es wichtig, sie politisch besser zu schützen.

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?

Kultur erlaubt den Blick über den Tellerrand, sie schafft Begegnung und ermöglicht
demokratische Debatten. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger wirtschaftlicher
Faktor.
Berlin lebt davon, dass unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden. Ohne Kultur
würde die Stadt nicht nur an Ausstrahlung verlieren, sondern auch an
gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?

Kultur sollte verlässlicher finanziert werden. Dazu gehören mehrjährige Förderungen
ohne ständige Unsicherheiten und eine stärkere Unterstützung der freien Szene –
nicht nur der großen Häuser.
Gerade wenn Mittel knapper werden, darf Kultur nicht gegen Soziales ausgespielt
werden. Stattdessen geht es darum, politische Prioritäten insgesamt neu zu
setzen.

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?

Kultur muss für alle zugänglich sein. Dafür braucht es niedrigschwellige Angebote,
mehr Sichtbarkeit für unterschiedliche Perspektiven und den Schutz der
Kunstfreiheit.
Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Berlin ist Kultur ein zentraler Ort für
Austausch und Auseinandersetzung.

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Kulturpolitik ist nicht mein Schwerpunkt – aber Berlin ohne Kultur ist für mich undenkbar.
Als Neuling will ich erstmal schauen, was mir da spannendes über den Weg läuft und welche Projekte und Bedarfe es gibt. Mir wäre es wichtig, die Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern und vor allem Orte und Räume zu sichern oder neu zu schaffen, damit Kultur in Berlin den Platz hat, der ihr zusteht.