Connected Audience Conference 2025 „Culture And Young People – What Could Possibly Go Wrong?“

21 Mai 13:00
Bis 23 Mai, 16:00 2d 3h

Connected Audience Conference 2025 „Culture And Young People – What Could Possibly Go Wrong?“

Theater STRAHL
Connected Audience Conference 2025 „Culture And Young People – What Could Possibly Go Wrong?“
Theater STRAHL

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21.–23.05.2025

Theater Strahl am Ostkreuz | Berlin

Die Konferenz „Connected Audience“ findet alle zwei Jahre statt und bringt Kulturtätige, Forschende und politische Entscheidungsträger*innen zusammen, um gemeinsam über Publikumsentwicklung im Kulturbereich zu diskutieren.

Unter dem Titel „Culture And Young People – What Could Possibly Go Wrong?“ befasst sich die Konferenz 2025 mit den Herausforderungen und Chancen für Kultureinrichtungen in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen (Jugendliche ab 14 Jahren).

Kulturelle und künstlerisch-kreative Aktivitäten fördern die Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbestimmung junger Menschen. Sie in die Überlegungen rund um die eigene Organisationsentwicklung einzubeziehen eröffnet Kulturorten zugleich Chancen für innovative Formate und neue Wege der Ko-Kreation und Partizipation.

Wie bewerten junge Menschen diese Begegnungen und wie kann man sie erfolgreich fördern? Welche Herausforderungen und Chancen bietet die Arbeit für und mit jungen Menschen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir die kulturellen Erfahrungen, Werte und Präferenzen junger Menschen verstehen und darauf aufbauend gemeinsam sinnvolle Erlebnisse und Lernmöglichkeiten gestalten.

Das Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf Berlin) und das Institute for Learning Innovation (USA) bringen im Rahmen der Konferenz Expert*innen aus Forschung und Praxis aus dem internationalen Kulturbereich für Gespräche und Erfahrungsaustausch zusammen.

Weitere Informationen zum Konferenz-Programm, den Workshops und den Speaker*innen/Beitragenden finden Sie hier: Cultur & Young People – What Could Possibly Go Wrong? — IKTf

Bei Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an uns unter event@iktf.berlin.

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Julia Dittmar (SPD)
Spitzenkandidatin der Bezirksliste Treptow-Köpenick

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?

Ich bin 2000 nach Berlin gezogen – und habe die Stadt damals vor allem über ihre
Kultur kennengelernt. Vieles war improvisiert, manchmal chaotisch, aber
unglaublich spannend und vielfältig. 
Ich erinnere mich an eine Performancegruppe der Kunsthochschule Kassel, die im
Prenzlauer Berg für eine Woche einen Laden angemietet und ihn komplett mit
frittierten Pfannkuchen, also „Berlinern“ zugebaut hat. Das ist ein verrücktes
Beispiel, aber es zeigt, was Kultur in Berlin ausmacht: ausprobieren, anecken,
überraschen.
Solche Sachen waren möglich, weil es genug Freiräume gab und die auch bezahlbar waren. Die drohen heute verloren zu gehen oder sind längst verschwunden. Deshalb ist es wichtig, sie politisch besser zu schützen.

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?

Kultur erlaubt den Blick über den Tellerrand, sie schafft Begegnung und ermöglicht
demokratische Debatten. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger wirtschaftlicher
Faktor.
Berlin lebt davon, dass unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden. Ohne Kultur
würde die Stadt nicht nur an Ausstrahlung verlieren, sondern auch an
gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?

Kultur sollte verlässlicher finanziert werden. Dazu gehören mehrjährige Förderungen
ohne ständige Unsicherheiten und eine stärkere Unterstützung der freien Szene –
nicht nur der großen Häuser.
Gerade wenn Mittel knapper werden, darf Kultur nicht gegen Soziales ausgespielt
werden. Stattdessen geht es darum, politische Prioritäten insgesamt neu zu
setzen.

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?

Kultur muss für alle zugänglich sein. Dafür braucht es niedrigschwellige Angebote,
mehr Sichtbarkeit für unterschiedliche Perspektiven und den Schutz der
Kunstfreiheit.
Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Berlin ist Kultur ein zentraler Ort für
Austausch und Auseinandersetzung.

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Kulturpolitik ist nicht mein Schwerpunkt – aber Berlin ohne Kultur ist für mich undenkbar.
Als Neuling will ich erstmal schauen, was mir da spannendes über den Weg läuft und welche Projekte und Bedarfe es gibt. Mir wäre es wichtig, die Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern und vor allem Orte und Räume zu sichern oder neu zu schaffen, damit Kultur in Berlin den Platz hat, der ihr zusteht.