Demo gegen die Kulturkürzungen am 13.11.2024 am Brandenburger Tor: Danke danke danke!

Wir waren zusammen laut und haben gezeigt, dass wir zusammenstehen im Kampf gegen die angedrohten Kürzungen in der Kultur ab Januar 2025! Bibliotheken, Bildende Kunst, Chöre, Clubkultur, Gedenkstätten, Jazz, Kulturelle Bildung, Literatur, Oper, Orchester, Performance, Museen, Musikschulen, Tanz, Theater, Solokünstler*innen, Mitarbeitende aus allen Gewerken und nicht zuletzt unser aller Publikum – unser gemeinsamer Protest ist laut und kreativ und noch lange nicht vorbei!

Hier findet ihr unseren Protestsong. Nutzt ihn, macht ihn zu eurem Song, spielt ihn in euren Versionen, remixt ihn und bringt ihn unter die Leute:  Kultur ist der Klebstoff unserer Gesellschaft! Hier findet ihr einige Eindrücke von der Demonstration am 13. November vor dem Brandenburger Tor:

Der #BerlinIstKultur Protestsong der AG Protestsong!

Berichterstattung der Demonstration

3sat kulturzeit, rbb Abendschau, Tagesschau, Deutschlandfunk Kultur, Deutschlandfunk Kultur | Kultur heute, Deutschlandfunk Kultur | Kulturmeldungen , rbb24, Radio3, Radio3, Radio3, RadioEins, NDR Kultur, WDR, Die Zeit, Der Freitag, tip berlin, tip berlin, FAZ ,Süddeutsche Zeitung, Der Tagesspiegel | Kommentar, Der Tagesspiegel | dpa News, Der Tagesspiegel | Kultur, Berliner Morgenpost, Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung, Berliner Zeitung, die tageszeitung, Neues deutschland, BZ, BZ, BZ, Mitvergnuegen.com, msn.com, t-online.de, ntv.de, Tag24, Stern.de, Der Standard, field notes


Demo-Aufruf

Aufruf!

Bitte auch gerne Weiterleiten!
#BerlinIstKultur
#KulturabbauVerhindern
DEMO

Liebe Kultur- und Kunstschaffende Berlins, liebe Förderer und Freund*innen der Berliner Kunst- und Kulturszene,

wir freuen uns, dass zahlreiche Verbände, Institutionen sowie Solo- Künstler*innen sich bereit erklärt haben, mit uns gemeinsam ein umfassendes Programm auf die Beine zu stellen, um unsere Bedeutung für die Stadt Berlin und unsere Forderungen an die Politik im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

Kommt zahlreich und werdet Teil unserer Demonstration:

13. November 2024, 10 – 13 Uhr
Neuer Ort: Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor

Berlin lebt von der Kultur. Sie ist der entscheidende Standortfaktor. Sie ist unsere Schwerindustrie.

Jeder Euro, der in die Kultur investiert wird, ist eine Investition in die Zukunft der Stadt.

Wir appellieren daher entschieden an die Regierung von Berlin, die geplanten Kürzungen im Kulturbereich abzuwenden.

Berlin steht vor einer entscheidenden Weichenstellung: Die angekündigten Kürzungen von 10% im Berliner Kulturetat für 2025 und 2026 wären ein historischer Rückschritt. Der Kulturetat ist mit nur 2,1 % vom Berliner Gesamthaushalt der kleinste Etat, seine Kürzung um jährlich bis zu 140 Mio.€ hätte aber gravierende Folgen:

  • Neben massiven Einnahmeausfällen und einer damit verbundenen wirtschaftlichen Destabilisierung sind die Arbeitsplätze der 8,2 % der im Kulturbereich arbeitenden Berliner:innen bedroht.
  • Berlin lebt von der kulturellen Vielfalt, sie sichert gesellschaftlichen Zusammenhalt und Lebensqualität, sie schafft internationale Strahlkraft. Mehr als 50 % der Tourist*innen kommen wegen des einzigartigen Kunst- und Kulturangebots nach Berlin. Wirtschaftszweige wie Hotel- und Gaststättengewerbe oder Einzelhandel sind davon abhängig.
  • Kultur ermöglicht vielfältige Räume des sozialen Miteinanders, der Begegnung und des Dialogs. Ob auf der Bühne, in den Galerien, in Bibliotheken und Projekträumen, auf der Straße oder in den Clubs: Die Vielfalt macht Berlin lebendig und weltoffen, zu einer Stadt mit Kulturorten für all ihre Communitys, zu einem Magneten für die internationale Kulturszene und zu einem unverwechselbaren Lebensort.
  • Die Freie Szene, die etablierten Institutionen aller Sparten und die Amateurkultur, Berliner*innen und internationale Gäste sind auf vielfältige Weise miteinander verwoben und im Austausch. Erst dadurch entsteht die Magie unserer Kulturlandschaft.

Wir stehen solidarisch zusammen.

Wir lassen uns nicht in Verteilungskämpfe treiben!

Setzen wir ein Zeichen für eine Stadt, die in ihre Kultur investiert, weil sie verstanden hat:

Kultur ist in Berlin kein „nice to have“, sie ist das Herz der Stadt.

Erlebt Berlins kulturelle Vielfalt mit vielen künstlerischen Beiträgen und werdet Teil der Demonstration am 13. November 2024, 10 – 13 Uhr vor dem Brandenburger Tor auf dem Platz des 18. März, 10117 Berlin!

VERANSTALTUNGSHINWEIS 

Wir begreifen die Berliner Kulturszene als diverse und solidarische Community.

Wir laden alle recht herzlich ein, laut und bunt, aber vor allem friedlich an der Demonstration gegen die Kürzungspläne im Berliner Kulturetat teilzunehmen.

Im Sinne des gegenseitigen Respekts und im Sinne der Kampagne #BerlinistKultur #KulturabbauVerhindern bitten wir darum, auf das Tragen und Mitbringen parteipolitischer und nationaler Zeichen sowie auf die Verbreitung Kampagnen ferner Inhalte zu verzichten.

Vielen herzlichen Dank!

Julia Dittmar (SPD)
Spitzenkandidatin der Bezirksliste Treptow-Köpenick

Was ist Ihr persönlicher Bezug zur Kultur in Berlin?

Ich bin 2000 nach Berlin gezogen – und habe die Stadt damals vor allem über ihre
Kultur kennengelernt. Vieles war improvisiert, manchmal chaotisch, aber
unglaublich spannend und vielfältig. 
Ich erinnere mich an eine Performancegruppe der Kunsthochschule Kassel, die im
Prenzlauer Berg für eine Woche einen Laden angemietet und ihn komplett mit
frittierten Pfannkuchen, also „Berlinern“ zugebaut hat. Das ist ein verrücktes
Beispiel, aber es zeigt, was Kultur in Berlin ausmacht: ausprobieren, anecken,
überraschen.
Solche Sachen waren möglich, weil es genug Freiräume gab und die auch bezahlbar waren. Die drohen heute verloren zu gehen oder sind längst verschwunden. Deshalb ist es wichtig, sie politisch besser zu schützen.

Warum ist Kultur für Berlin unverzichtbar – gesellschaftlich, demokratisch und wirtschaftlich?

Kultur erlaubt den Blick über den Tellerrand, sie schafft Begegnung und ermöglicht
demokratische Debatten. Gleichzeitig ist sie ein wichtiger wirtschaftlicher
Faktor.
Berlin lebt davon, dass unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden. Ohne Kultur
würde die Stadt nicht nur an Ausstrahlung verlieren, sondern auch an
gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Wie möchten Sie eine nachhaltige Kulturfinanzierung in Berlin sichern?

Kultur sollte verlässlicher finanziert werden. Dazu gehören mehrjährige Förderungen
ohne ständige Unsicherheiten und eine stärkere Unterstützung der freien Szene –
nicht nur der großen Häuser.
Gerade wenn Mittel knapper werden, darf Kultur nicht gegen Soziales ausgespielt
werden. Stattdessen geht es darum, politische Prioritäten insgesamt neu zu
setzen.

Wie stärken Sie Kultur als Raum für Vielfalt, Teilhabe und demokratische Debatte?

Kultur muss für alle zugänglich sein. Dafür braucht es niedrigschwellige Angebote,
mehr Sichtbarkeit für unterschiedliche Perspektiven und den Schutz der
Kunstfreiheit.
Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Berlin ist Kultur ein zentraler Ort für
Austausch und Auseinandersetzung.

Was ist Ihr nächstes konkretes kulturpolitisches Vorhaben für Ihren Wahlkreis und für ganz Berlin?

Kulturpolitik ist nicht mein Schwerpunkt – aber Berlin ohne Kultur ist für mich undenkbar.
Als Neuling will ich erstmal schauen, was mir da spannendes über den Weg läuft und welche Projekte und Bedarfe es gibt. Mir wäre es wichtig, die Rahmenbedingungen insgesamt zu verbessern und vor allem Orte und Räume zu sichern oder neu zu schaffen, damit Kultur in Berlin den Platz hat, der ihr zusteht.